Rezension zu "Lucy in the Sky"

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Lucy in the Sky - Paige Toon
Es gibt gute, spannende, faszinierende, fesselnde Bücher. Und dann gibt es welche wie das hier, das keins von all dem ist.

Lucy in the Sky - Paige Toon

Verlag: Fischer
Seiten: 448
Preis: €8,95 TB)
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2009
Einzelband
Wertung:☺

Der Klapptext


Noch bis eben war sich Lucy sicher, glücklich zu sein. Zusammen mit James, einem smarten Anwalt, wohnt sie in einer chicen, kleinen Wohnung in London und hat einen glamourösen Job in einer PR-Agentur. Also keinen Grund, warum die Hochzeit ihrer besten Freundin Molly in Australien und ein zweiwöchiger Urlaub ihr Leben in Frage stellen sollte.
Doch kurz bevor das Flugzeug startet, bekommt Lucy eine SMS von James’ Handy. Bevor sie ihr Telefon ausschalten muss, wirft sie schnell noch einen Blick auf die Nachricht ...


Eigene Meinung


Wundervoll, macht süchtig, witzig und sexy.
- Cosmopolitan

Bruchlandung statt Höhenflug hätte es wohl eher getroffen.

Meistens sind Liebesromane sehr vorhersehbar. Es gibt solche Bücher, bei denen man weiß, wo sie hinführen, und es dennoch genießt, die Protagonisten auf ihrem Weg dahin zu begleiten. Und es gibt solche, bei denen man einfach nur hofft, dass es bald zu Ende ist.

Leider ist "Lucy in the Sky" der zweiten Kategorie zuzuordnen. Einzig allein die Tatsache, dass ich niemals Bücher abbreche, hat dafür gesorgt, dass ich es im Sommerurlaub nicht ins Meer geworfen habe. Die Protagonistin ist ein selbstsüchtiges zickiges Miststück, das nebenbei auch noch ziemlich kontrollsüchtig ist und ohne zu zögern ihren Freund nach 3 Jahren Beziehung betrügen würde. Sie konnte bei mir kaum Sympathien einfahren und auch die anderen Charaktere haben nicht geglänzt... Einzig ihre Arbeitskollegen waren mir sympathisch. Leider hat sich das auch das ganze Buch über nicht geändert. Anfangs war es zwar recht vielversprechend und interessant, aber schon nach ein paar Seiten fand ich es einfach nur öde. Der Mittelteil war so unfassbar langweilig, man könnte diesen auf den Joballtag und Rumhängen in Bars mit anschließendem Kater reduzieren. Vermutlich hat der furchtbare Schreibstil sein Übriges getan, denn die Autorin schreibt in kurzen Sätzen, die ständig gleich aufgebaut sind. 

Hier ein kleines Beispiel (sinngemäß):


Sie fuhr mit dem Aufzug nach oben. Sie holte ihren Schlüssel raus und öffnete die Tür. Die Lasagne im Ofen war fast fertig. Deswegen schenkte sie sich ein Glas Wein ein. 10 Minuten später aß sie Lasagne vor dem Fernseher.

Das ist vielleicht etwas überzogen, ich weiß. Wenn sich dieser "Stil" allerdings das ganze Buch über durchzieht, vergeht einem wirklich die Lust an allem. Mehrmals habe ich sogar einzelne Stellen herausgepickt und meiner Schwester vorgelesen, um mich abzusichern, dass nicht nur ich den Satzbau wirklich komisch finde.

Mal ganz abgesehen davon, dass Titel und Klapptext nicht das versprechen, was sie halten - denn Lucy ist nur das erste Kapitel über den Wolken -, war es wirklich müßig diese Geschichte zu lesen. Ich habe mich regelrecht durchgequält und bin froh, es endlich beendet zu haben. Ein Gutes hat es allerdings: Ich kann jetzt gute Bücher mehr schätzen.

Mein Fazit lautet also: Unsympathische Protagonistin, die man gerne mal schütteln und fragen würde, ob das eigentlich ihr Ernst ist was sie so von sich gibt und denkt, ein schrecklicher Schreibstil, den ich einer 12-Jährigen zutraue und einfach nur Erleichterung, dass es vorbei ist.


1 Panda Wertung, pandastic books
1 Panda
 
1/5 Pandas für diesen "Bestseller".

Fazit

Pro:
  • Interessante Idee

Contra:
  • Furchtbarer Schreibstil
  • Keine Spannung 
  • Stumpfe Handlung / Geschichte
  • Nervige, kindische, nicht rational denkende Protagonistin, die triebgesteuert ist
  • Großteil des Buches nur "Füllmaterial"

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Kommentare:

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